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Äthiopien, Projekt 167, 2009-2011 |
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The role of enclosures in the diversity and productivity of rural landscapes in North Gondar, Ethiopia
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Österreichischer Projektträger:
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Universität für Bodenkultur (BOKU), Department für Wald- und Bodenwissenschaften, Institut für Waldökologie
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Projektpartner vor Ort:
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Amhara Regional Agricultural Research Institute-Ethiopia (ARARI-Ethiopia)
Gondar Agricultural Research Center (GARC-ARARI)
M.Sc. Abrham Abiyu Hailu
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Projektleiter:
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Ao. Univ. Prof. DI Dr. Georg Gratzer
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Foto: Prof. G. Glatzel
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Die Waldfläche in Äthiopien ist innerhalb der letzten hundert Jahre von 35-40% auf unter 3% gesunken. Damit verbunden ist eine starke Verknappung von Holzbiomasse die zur Verwendung von Dung und Ernterückständen als Brennstoff geführt hat. Daraus resultieren eine drastische Nährstoffverarmung der landwirtschaftlichen Böden und ein starker Produktivitätsrückgang.
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Besonders weil anorganische Dünger für die ländliche Bevölkerung weitgehend zu teuer sind, besteht ein starker Bedarf an Maßnahmen, die zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und der Einkommenssituation der ländlichen Bevölkerung bringen. Agroforstwirtschaft hat in solchen Situationen ein großes Potential zur Steigerung der Nachhaltigkeit und der Reduzierung von Armut. Besonders in Ländern wie Äthiopien, wo eine weitgehend unregelmentierte Beweidung von landwirtschaftlichen Flächen durchgeführt wird, spielen Ausschlussflächen von Beweidung eine wichtige Rolle für die Regeneration des Bodens und für die Bereitstellung von Biomasse.
Im vorliegenden Projekt werden in einem ersten Schritt in einem partizipativen Prozess mit LandnutzerInnen geeignete Holzpflanzen für die Pflanzung in solchen Flächen ausgewählt. Danach werden drei verschiedene Methoden der Abzäunung bzw. des Ausschlusses von Weidevieh getestet: (1) Lebende Zäune / Hecken, (2) Baumanzucht in Strauchschutz und (3) Abzäunung durch solarbetriebene Weidezäune. Alle drei Methoden werden unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung in einem partizipativen Aktionsforschungsprozess durchgeführt. Bodensamenbanken und Pflanzen- und Vogeldiversität werden in den Untersuchungsgebieten auf verschiedenen räumlichen Skalen erhoben. Bodenchemische Analysen werden in den bewaldeten Flächen und in Vergleichsflächen durchgeführt um den Einfluss des Bewuchses auf die Nährstoffsituation zu charakterisieren. Die Eignung der verwendeten Pflanzen für Viehfutter wird mittels chemischer Analysen quantifiziert und verglichen. Das Projekt verbessert die Ernährungssicherung und die Einkommenssituation der lokalen Bevölkerung und trägt damit zur Erreichung der Milleniums Entwicklungsziele 1 und 7 bei: durch die Bereitstellung von Biomasse für Viehfutter wird saisonaler Futterknappheit entgegengewirkt und die Produktivität der Viehzucht gesteigert; die Verfügbarkeit von Holzbiomasse für Energiegewinnung reduziert den Verbrauch von Dung und Ernterückständen die dann als Kompost wieder auf die Felder ausgebracht werden können und somit die Bodenfruchtbarkeit und damit die Erträge verbessern; die Biodiversität in der Landschaft wird verbessert und natürliche Verjüngungskerne für Baumbewuchs werden geschaffen die den Sameneintrag in der Nachbarschaft erhöhen. Die Ergebnisse der Studie werden laufend im Sinne von Aktionsforschung in den lokalen Gemeinschaften verankert. Darüber hinaus werden Ergebnisse über das ARARI Forschungsinstitut und über lokale LandwirtschaftsberaterInnen und LandnutzerInnen durch Kurse und Beratungsmaterialien verbreitet.
Die Projektziele sind:
- Auswahl von geeigneten Holzpflanzen mit den LandnutzerInnen für die Bepflanzung der Flächen mittels partizipativen Prozessen.
- Test von verschiedenen Methoden der Abzäunung bzw. des Ausschlusses von Weidevieh: (1) Lebende Zäune / Hecken, (2) Baumanzucht in Strauchschutz und (3) Abzäunung durch solarbetriebene Weidezäune.
- Erhebung von Bodensamenbanken und Pflanzen- und Vogeldiversität in den Untersuchungsgebieten auf verschiedenen räumlichen Skalen.
- Durchführung von bodenchemischen Analysen in den bewaldeten Flächen und in Vergleichsflächen, um den Einfluss des Bewuchses auf die Nährstoffsituation zu charakterisieren.
- Das Projekt verbessert die Ernährungssicherung und die Einkommenssituation der lokalen Bevölkerung und trägt damit zur Erreichung der Milleniums Entwicklungsziele 1 und 7 bei.
- Durch die Bereitstellung von Biomasse für Viehfutter wird saisonaler Futterknappheit entgegengewirkt und die Produktivität der Viehzucht gesteigert.
- Die Verfügbarkeit von Holzbiomasse für Energiegewinnung reduziert den Verbrauch von Dung und Ernterückständen die dann als Kompost wieder auf die Felder ausgebracht werden können und somit die Bodenfruchtbarkeit und damit die Erträge verbessern.
- Die Biodiversität in der Landschaft wird verbessert und natürliche Verjüngungskerne für Baumbewuchs werden geschaffen die den Sameneintrag in der Nachbarschaft erhöhen.
- Die Ergebnisse der Studie werden laufend im Sinne von Aktionsforschung in den lokalen Gemeinschaften verankert. Darüber hinaus werden Ergebnisse über das ARARI Forschungsinstitut und über lokale LandwirtschaftsberaterInnen und LandnutzerInnen durch Kurse und Beratungsmaterialien verbreitet.
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Weiterführende Informationen:
Universität für Bodenkultur, Institut für Waldökologie
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