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Ostafrika, Projekt 170, 2009-2011 |
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Natürliches Ressourcenmanagement aus einem anderen Blickwinkel. (NAREM)
Eine Analyse von Wissensformen in Forschungsprojekten in Ostafrika.
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Foto: B. Habermann
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| Österreichischer Projektträger |
Universität für Bodenkultur (BOKU), Department für Nachhaltige Agrarsysteme, Institut für ökologischen Landbau
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| Projektpartner vor Ort |
Uganda: Department of Forest Biology and Ecosystems Management, Faculty of Forestry and Nature Conservation, Makerere University, Kampala - Dr. Gerald Eilu
Äthiopien: Amhara Regional Agricultural Research Institute (ARARI),Bahir Dar - Abrham Abiyu Hailu
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| Projektleiter |
Ao. Univ. Prof. Dr. Christian Vogl
Mag. Birgit Habermann, MSc
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Obwohl der Begriff „lokales Wissen“ zu einem Modewort in der internationalen entwicklungspolitischen
Gemeinschaft geworden ist, gibt es einen Mangel an empirischen Analysen über die Entstehung
verschiedener Wissensformen im Kontext der ländlichen Entwicklung. Der wechselseitige Einflusss von
lokalen und wissenschafltichen Wissensformen und dahinterstehende Lernprozesse entziehen sich oft der
Wahrnehmung in kurzfristigen Projektplanungen. Institutionalisierte Praktiken, die zu Lern- und
Veränderungsprozessen führen, werden häufig zu wenig hinterfragt, ebensowenig ihr Einfluss auf
(kollektive) Entscheidungsvorgänge. Dies scheint in vielen Fällen wesentlich zum Scheitern von
entwicklungsrelevanten Forschungsprojekten beizutragen.
Die Untersuchung von Fallstudien in Ost-Afrika, wo lokale und wissenschaftliche Epistemologien eine wichtige Rolle in
Projekten der Ländlichen Entwicklung spielen, wird zu einem besseren Verständnis verschiedener Wissensformen in
entwicklungsbezogenen Forschungsprojekten beitragen. Ziel des Projektes ist es nicht die kontroversielle Debatte über
wissenschaftliches versus lokales oder traditionelles Wissen fortzusetzen. Keineswegs sollen erneut Kategorien von Wissen
geschaffen werden. Im Zentrum des Projektes steht vielmehr die Frage was geschieht, wenn lokale und wissenschaftliche
Epistemologien sich im Kontext ländlicher Entwicklung treffen, und welche Kommunikations- und Lernprozesse zu einer gegenseitigen
Beeinflussung und Weiterentwicklung führen. Daraus ergeben sich neue Einblicke in unterschiedliche Wissensformen der lokalen
Bevölkerung einerseits und der WissenschafterInnen andererseits, und ein besseres Verständnis für die Bedeutung unterschiedlicher
Epistemologien für Wissenschaft und Gesellschaft im ländlichen Raum. Der Schwerpunkt wird daher auf einem Verständnis der
Instrumentalisierung von Wissen für Entwicklung und der Untersuchung von diesen Prozessen zugrundeliegenden
Kommunikationsprozessen in Akteurs-Netzwerken liegen. Die Forschung baut auf empirischen Daten aus einer Stakeholder-Analyse,
einer Kontextanalyse, und der Feldforschung mit qualitativen Interviews mit InteressensvertreterInnen in Ost-Afrika auf.
Mit den Ergebnissen wird die Studie das Mitwirken von Wissenschaft im Kontext von nachhaltiger Entwicklung,
Ernährungssicherung und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft unterstützen. Wenige Studien haben sich bisher mit konkreten
soziologischen Fragestellungen in Verbindung mit Forschung für Entwicklung auf einer Metaebene beschäftigt.
Die Anwendung analytischer Methoden auf die anwendungsorientierte Welt der Forschung für Entwicklung wird daher wesentliche neue
Erkenntnise über Kommunikationsprozesse und das Entstehen von Wissensformen vor und während solcher Projekte liefern.
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Weiterführende Informationen:
Universität für Bodenkultur, Institut für ökologischen Landbau
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