|
Costa Rica, Projekt 174, 2010-2011 |
|
|
|
|
Biokulturelle Vielfalt an der Pazifikküste von Costa Rica
Partizipative Integration indigener Gemeinschaften in Managementstrategien und die Erhaltung von Ökosystemen in der Golfo Dulce Region
|
|
Österreichischer Projektträger:
|
Österreichisches Lateinamerika-Institut (LAI)
|
|
Projektpartner vor Ort:
|
Universidad de Costa Rica (UCR); Vicerrectoría de Investigación
Escuela de Antropología; Programa Institucional Osa Golfo Dulce (PIOSA)
Estación Tropical La Gamba S.A., La Gamba, Costa Rica
|
|
Projektleiter:
|
Dr. Georg Grünberg
|
| |
|

|
|
Costa Rica ist unter den führenden Staaten, was den Schutz tropischer Regenwälder betrifft. In
den letzten Jahren wurde die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung in Umweltschutz-Initiativen
und das Management von Schutzgebieten vermehrt thematisiert. Diese Vorstellungen von
Umweltschutz basieren allerdings meist auf einer positivistischen, naturwissenschaftlichen
Weltsicht, derzufole der Mensch in erster Linie als Störfaktor in die „natürlichen“ Ökosysteme
eingreift. Folglich beschränkt sich das Co-Mangement von Ressourcen und Schutzgebieten meist
darauf, alternative Einkommensquellen für die lokale Bevölkerung zu schaffen, welche vereinbar
sind mit der Erhaltung der Biodiversität und dem Schutz natürlicher Ressourcen. Anthropologische Forschung hat jedoch aufgezeigt, dass es eine ganze Reihe von menschlichen Gruppen und
Gesellschafen gibt – viele davon werden unter dem Begriff „indigene Völker“ zusammengefasst –
die mit ihren Öko-Systemen ko-existieren, ohne sie notwendigerweise zu zerstören.
|
|
Diese Studien betonen den Zusammenhang von biologischer und kultureller Biodiversität, und bezeichnen diese
mit dem Begriff „biokulturelle Diversität“. Das BDCR-Projekt geht davon aus, dass Co-
Management von natürlichen Ressourcen und Schutzgebieten, die spezifischen lokalen und
indigenen Formen von Ko-Existenz miteinbeziehen muss, und dass indigene Gemeinschaften
unterstützt werden sollen, um als eigenständige Akteure an institutionellen Umweltschtutz-
Strategien teilnehmen zu können. Das BDCR-Projekt ist eine Kooperation des Österreichischen
Lateinamerika-Institut (LAI), der Universität Costa Rica (UCR) und der Tropischen
Forschungsstation La Gamba Das Projekt verwendet partizipative Methoden um (1) eine Strategie
zu erarbeiten, mit deren Hilfe die indigenen Gemeinschaften der Ngäbe in der Golfo Dulce Region
zu eigenständigen Akteuren in Umweltschutz-Initativen werden; (2) um gemeinsam mit diesen
Gemeinschaften lokal relevante Umwelt-Schutz und Ressourcen-Management-Methoden zu
entwickeln; (3) um Bildungsmaterial, Schulbücher und Karten in der Ngabere-Sprache zu
entwickeln; (4) und um ein inter-institutionelles und interdisziplinäres Netzwerk für Forschung,
Umweltschutz und Ressourcen-Management in der Golfo Dulce Region aufzubauen.
|
|
|
Weiterführende Informationen:
Österreichisches Lateinamerika-Institut (LAI)
Universität von Costa Rica
Lateinamerikaforschung Austria, Boletín 2010, Nr. 21. Seiten 19-20 115.42 kb
|
» Keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
|