Forschen und Entwickeln für eine Welt:
Entwicklungszusammenarbeit braucht Wissenschaft und Forschung
Bildung und Wissenschaft sind unabdingbare Voraussetzungen für nachhaltige und gerechte Entwicklung, ohne die der bloße Transfer von materiellen Ressourcen von Reich zu Arm leider allzu oft wirkungslos bleibt. Die Kommission für Entwicklungsfragen (KEF) bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften fordert von der österreichischen Regierung Maßnahmen, die eine professionelle und reflektierte wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern ermöglichen.
Wir fordern eine rasche Erhöhung der real vorhandenen Mittel für Projekt- und Programmforschung für Entwicklung (bilaterale Zusammenarbeit) auf zunächst 0,7% des österreichischen Projekt- und Programmforschungsbudgets. Dies würde bei den laut Forschungs- und Technologiebericht 2005 vorhandenen Mitteln bei FWF (111,3 Millionen Euro) und FFG (369 Millionen Euro) für Projekte und Programme einen Betrag von 3,36 Millionen Euro ausmachen. Laut Auskunft der ADA (Austrian Development Agency) belaufen sich die Ausgaben für über die Statistik erfasste Einzelprojekte bilateraler Zusammenarbeit inklusive der KEF im Bereich Forschung für Entwicklung auf 341.624 Euro (2004).
„Im Vergleich dazu sollte man wissen, dass Schweden im Jahr 2005 54 Millionen Euro für Forschung in so genannten Entwicklungsländern bereit gestellt hat", hält KEF-Koordinatorin Birgit Habermann fest.
Forderungen an die österreichische Regierung zur Unterstützung der bilateralen Forschungszusammenarbeit in der EZA:
1. Verbesserung von Kohärenz und Informationsfluss: Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit (im Bereich policy)
Wissenschaft und Forschung wurden in Österreich bisher nur am Rande in Zusammenhang mit der EZA gesehen. Die Vernetzung der betroffenen Politikbereiche Wissenschaft, Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit ist dringend erforderlich. Damit wird eine effizientere Nutzung des vorhandenen Potenzials für Österreich und die Partnerländer erreicht. Ein vermehrter Informationsfluss zwischen den AkteurInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit erscheint im Lichte globaler Trends, die der Privatwirtschaft immer größeren Raum als Akteur in der EZA einräumen, von großer Bedeutung.
2. Mehr Geld für Forschungspartnerschaft: 0,7% des österreichischen Projekt- und Programmforschungsbudgets für bilaterale Forschung für Entwicklung
Die KEF strebt eine Erhöhung der real vorhandenen Mittel für Projekt- und Programmforschung für Entwicklung (bilaterale Zusammenarbeit) von einem zu vernachlässigenden Minimalprozentsatz auf zunächst 0,7% des österreichischen Projekt- und Programmforschungsbudgets an. Dies würde bei den laut Forschungs- und Technologiebericht 2005 vorhandenen Mitteln bei FWF (111,3 Mio €) und FFG (369 Mio €) für Projekte und Programme einen Betrag von 3,36 Mio € ausmachen. Laut Auskunft der ADA belaufen sich die Ausgaben für über die Statistik erfasste Einzelprojekte bilateraler Zusammenarbeit inklusive der KEF im Bereich Forschung für Entwicklung auf 341.624 € (2004).
3. Eigene Förderlinie Forschung für Entwicklung
Die finanzielle Unterstützung, die seitens der KEF gewährt werden kann, ist im Vergleich zur Projektförderung des FWF oder der EU bescheiden. Es wäre mehr als wünschenswert, eine entsprechende Förderlinie für Forschung für Entwicklung einzurichten, damit eine professionelle und effiziente Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Partnerorganisationen in Entwicklungsländern über einen zündenden Funken hinaus langfristig ermöglicht wird.
Unterstützen Sie unsere Forderungen auf http://www.petitiononline.com/kef_R4D/petition.html oder indem Sie ein Email an
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Dokumentation:
Pressekonferenz am 23.10.2006: Pressemeldung: 2006_10_23_pk_pressemeldunghq
Forderungspapier der Kommission für Entwicklungsfragen präsentiert am 23.10. 2006: kef_pk231006_positionspapier
Summary of KEF symposium: Researching Development or Developing Research ? A new era for mutual gains in scientific cooperation: 2006_10_24_kef25_symp_pressemeldunglq
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