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Wasser, Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit |
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Am Schnittpunkt von Wasser- und Lebenswelten
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1948 baut Israel eine Wasserleitung in die Negevwüste und eröffnete damit den bis heute andauernden Konflikt um das kühle Nass des Jordan.
67% seines Wasserbedarfes deckt das Land aus diesem Fluss, viel zu viel - wie die ebenfalls vom Jordan abhängigen Nachbarn meinen. Weiterer Zündstoff
in einem Gebiet voller Konflikte. Etwa 40 Jahre später setzt die Türkei den Atatürkstaudamm als Druckmittel gegen Syrien ein. Die Türkei, Syrien und der Irak
streiten in dieser Region um das Wasser von Euphrat und Tigris. 5 Jahre später verordnet der ägyptische Präsident seinem Land einen dauerhaften Frieden,
mit einer kleinen Einschränkung: Lediglich um Wasser werde sein Land noch Kriege führen. Ende des Jahrtausends prophezeit die Weltbank dem Wasser eine
Zukunft als "Öl des 3. Jahrtausends". Die Kriege die man momentan ums schwarze Gold führt werden sich vielleicht bald rund ums Wasser drehen. Wasser, genauer Trinkwasser,
ist rar auf unserem „blauen Planeten“. Nur ein sehr geringer Prozentsatz des globalen Wassers ist für den Menschen zugänglich und genießbar.
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Aufteilung des Wassers

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Der kleine Anteil nutzbaren Wassers ist nicht gleichmäßig verteilt. Während vor allem Süd- und Nordamerika große Ressourcen haben, herrscht in Nordafrika und Asien Wassermangel.
Verfügbarkeit von Süßwasser

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UNO und Weltbank befürchten deshalb vor allem in Afrika und Asien bewaffnete Konflikte rund um den Zugang zu Süßwasser. Die überwiegende Mehrheit der Klimaprognosen geht von einer weiteren Verschlechterung der Wasserversorgung Afrikas und Asiens durch die Erderwärmung aus. Nicht nur die natürliche Verteilung des Wassers ist ungleichmäßig, auch der Verbrauch der einzelnen Nationen unterscheidet sich erheblich.
Wasserverbrauch verschiedener Staaten

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Obwohl lediglich ein Fünftel der Bevölkerung, können die USA beim Wasserverbrauch doch beinahe mit China Schritt halten. Aus der Grafik kann man erkennen, dass Wasserverbrauch auch ein Problem der Schwellenländer ist. Unter den elf größten Verbrauchern finden sich lediglich zwei westliche Industriestaaten (USA und Japan). Ein großes Problem beim rasch ansteigenden Wasserverbrauch stellen diverse Wohlstandsprodukte dar.
Wasserverbrauch diverser Produkte

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Während man zur Produktion einer Tomate etwa 13 Liter Wasser benötigt, schlägt ein Hamburger schon mit sage und schreibe 2400 Litern zu Buche. Auch T-Shirts und Schuhe, in jedem (westlichen) Haushalt im Überfluss vorhanden, verschlingen Unmengen an Süßwasser. In einem durchschnittlichen Paar Schuhe steckt so viel Wasser wie 11 Menschen pro Jahr zum Überleben brauchen (nur Trinkwasser, bei 2 Liter pro Tag).
Wasser ist also von jäh her ungerecht verteilt und es wird von Jahr zu Jahr knapper:
Die Bevölkerung nimmt stetig zu.
Der Durchschnittsverbrauch pro Kopf steigt jährlich an.
Die Klimaerwärmung sorgt für eine zusätzliche Verschärfung der Situation.
Durch diesen verstärkten Konkurrenzkampf um die wertvolle Ressource Wasser werden sich auch die Konflikte rund um dieses Thema verschlimmern und zunehmen.
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Interview mit Dr. Sonja Hofbauer
Wir sprechen über Dr. Hofbauers Erfahrungen als Technische Junior Assistentin für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in Kamerun im Zuge des Projektes „PROVILLAGE - Programm zur Trinkwasserversorgung der ländlichen Bevölkerung“.
Dr. Sonja Hofbauer ist Absolventin der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU). Seit Juli 2008 ist sie beim Consultant hydrophil in integrated water resources management (IWRM) projects tätig.
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