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Kunst, Wissenschaft und Entwicklung: neue Formen der Wissensvermittlung. |
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Bild: M. Weissgram
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Wissenschaft orientiert sich in Methodik, Interpretation und Darstellung von Ergebnissen in erster Linie an naturwissenschaftlichen Modellen: Grafiken,
Tabellen, Schlussfolgerungen - die Darstellung von Fakten, die nach bestimmten, vordefinierten Parametern erhoben werden. In den letzten Jahrzehnten ist
jedoch zusehends Kritik an einer scheinbar zusehends ‚elitisierten‘ Wissenschaft aufgekommen, die zwar im Dienste der Gesellschaft steht, aber mit dieser
nicht in adäquater Art und Weise kommuniziert.
Aus dieser Kritik ist u.a. in Europa eine neue Form der Wissensvermittlung populär geworden, abseits von wissenschaftlichen Publikationen in Journals oder Präsentationen bei
Kongressen unter gleichgesinnten KollegInnen. Das Motto lautet vereinfacht gesagt: ‚Raus aus dem Elfenbeinturm: Science meets Public!‘.
Die Wissenschaft ist dazu angehalten, wissenschaftliche Ergebnisse, aber auch die grundsätzliche Funktion und Aufgabe der Wissenschaft für die Gesellschaft, in anregender,
multivisueller/-medialer und gut verständlicher Form darzustellen. Daraus ergeben sich Synergien mit innovativen Formen der Darstellung aus dem Bereich Kunst und moderne Medien.
Im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit hat dies sowohl im Forschungsprozess selbst als auch in der Darstellung von Ergebnissen Anklang gefunden. (Dokumentar-)Filme;
Forumtheater und andere Formen des partizipativen Theaters; Geschichtenerzählen mit Darstellungen, Bildern, Kurzfilmen und Fotografien; Musik und andere Kunstformen;
es gibt viele Möglichkeiten, Wissenschaft und ‚Entwicklung‘ näher an die Menschen heranzutragen.
In dieser Ausgabe des "Thema des Monats" wollen wir einige Beispiele der innovativen Wissensvermittlung und Projektgestaltung zeigen. Ergänzt wird die
Darstellung durch Interviews mit zwei österreichischen WissenschafterInnen, die über langjährige Erfahrung in diesem Bereich verfügen.
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Bild: G. Faschingeder
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Interview mit Gerald Faschingeder
Gerald Faschingeder ist Lehrbeauftragter am Projekt Internationale Entwicklung der Universität Wien, Mitglied der Redaktion des Journals für Entwicklungspolitik (JEP) sowie der Reihe "Globalgeschichte und Entwicklungspolitik". Seit Juli 2004 arbeitet er als Direktor des "Paulo Freire Zentrums für transdisziplinäre Entwicklungsforschung und -bildung".
Wir sprechen über Kommunikation, PR in der Wissenschaft, Parteilichkeit und Weltgestaltungsanspruch, Kunst, Wissenschaft und Entwicklungsfragen.
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Interview mit Birgit Fritz
Mag. Birgit Fritz ist Lektorin am Projekt Internationale Entwicklung und am Institut für Afrikanistik der Universität Wien.
Wir sprechen über Kreativität, Wissenschaft und persönliche Erfahrungen.
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Bild: Idea
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IDEA
In mehr als 90 Ländern arbeiten Mitglieder von Idea in vielen verschiedenen Kulturvereinigungen weltweit daran, die heutige Theaterausbildung mitzugestalten.
Dieser großen Vielfalt ist ein Prinzip gemeinsam:
Alle Menschen sollen die Möglichkeit und das Recht haben, die kreativen Sprachen und Fähigkeiten zu erlernen, die nötig sind, um menschlich zu sein
und um eine gerechte und friedliche Welt zu schaffen.
Idea versucht, internationalen Dialog und Forschung über Praxis und Theorie am Theater voranzutreiben, besonders durch internationale Projektkooperationen.
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Bild: Alin
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ALIN
ALIN, Community Information Volunteers Program, wurde 2006 gegründet, mit dem Ziel, die Dokumentation und die Qualität von entwicklungsspezifischen Inhalten lokaler Gemeinden zu erhöhen bzw. zu verbessern. Dieses Programm, heuer in seinem dritten Jahr, ist einmalig mit seinem Schwerpunkt auf jungen und unerfahrenen Absolventen angesehener Bildungsinstitutionen. Die freiwilligen Helfer werden in die verschiedenen Maarifa-Zentren in Ostafrika entsandt.
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