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Am 8. September 2000 verabschiedet die Generalversammlung der Vereinten Nationen ein Papier mit
dem Titel: United Nations Millennium Declaration. Einig über sechs fundamentale Prinzipien, die die
Entwicklung der Welt in Zukunft leiten sollen (Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Toleranz,
Respekt vor der Umwelt und Gemeinsame Verantwortung), beschließen sie auch eindeutige
Zielvorgaben bis 2015: die Millennium Development Goals.
Drei dieser acht Ziele betreffen unmittelbar die Verbesserung der
Gesundheit(sversorgung):
Ziel 4: Reduzierung der Kindersterblichkeit (Senkung der Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren um zwei Drittel)
Ziel 5: Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern (Senkung der Müttersterblichkeitsrate um drei Viertel)
Ziel 6: Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten
Zumindest vier der restlichen fünf Ziele sollen die Gesundheitssituation mittelbar verbessern:
Ziel 1: Bekämpfung von extremer Armut und Hunger
Ziel 2: Vollständige Grundschulbildung für alle Jungen und Mädchen
Ziel 3: Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frauen
Ziel 7: Ökologische Nachhaltigkeit (Verbesserung des Umweltschutzes)
Nur das achte Ziel steht in keinem Zusammenhang mit dem Thema Gesundheit:
Ziel 8: Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft
In unserem Sommerthema Juli/August wollen wir uns dem Verhältnis zwischen den MDG`s und damit den Vereinten Nationen und dem Thema Gesundheit annähern.
Bitte beachten Sie auch: durch Klick auf die nebenstehende Grafik öffnet sich ein kleiner Infofilm zum Thema.
Im weiteren Verlauf der Monate Juli und August wird das Thema aktuell gehalten und es werden weitere Beiträge folgen.
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PLoS Medicine: Artikel zur Rolle geistiger Gesundheit in Zusammnenhang mit den MDGs
PLoS Medicine ist ein frei zugängliches medizinisches Online-Journal (peer-reviewed) das monatlich von der Public Library of Science (PLoS)auf Non-Profit-Basis herausgegeben wird. Dieser Artikel befasst sich mit den MDGs und psychischen Erkrankungen. Die Autoren weisen darauf hin, dass Gemütskrankheiten zu den häufigsten Gründen für körperliche Erkrankungen gehören und in manchen Fällen zu frühzeitigem Tod führen können. Psychische Erkrankungen werden in den MDGs nicht erwähnt - diese Tatsache stellen die Autoren in Frage und gehen auf einzelne Ziele der MDGs in Zusammenhang mit geistiger Gesundheit ein.
Im Anschluss an den Artikel finden sich zusätzliche Links zu themenverwandten Online-Publikationen.
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Neues „id21 insight“
Id21 versucht als eines der Kommunikationsservices von IDS (Institute of Development Studies, GB), neueste britische Forschungsergebnisse
im Bereich Entwicklung der Welt zu Gehör zu bringen. In der Rubrik „id21 insight“ werden einzelne, entwicklungspolitisch relevante Themen
aufgegriffen und in 5 bis 6 Artikeln behandelt.
Ein neues „id21 insight“ beschäftigt sich mit der Finanzierung von PHC (Primary Health Care). Schon ein Jahr nach Verabschiedung
der Deklaration von Alma Ata 1978, schlugen Walsh und Warren in einem Aufsehen erregenden Artikel die „selective primary health care“ vor,
Man sollte ihrer Meinung nach die sowieso viel zu knappen budgetären Mittel auf die Bekämpfung einzelner Krankheiten konzentrieren (z.B.: Malaria, HIV/Aids...),
um eine möglichst gute Wirkung zu erzielen. Seit damals ist ein Diskurs zwischen jenen, die das Gesundheitssystem als Ganzes stützen wollen, und jenen,
die zu knappe Mittel auf einzelne Bereiche konzentrieren wollen, im Gange.
Weiters diskutiert id21 die Chancen von Privatisierungen im Gesundheitsbereich, zwei Länderbeispiele (Uganda und Mali) sowie einige Detailbeispiele (z.b. bessere Malariawirkstoffe usw.).
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Interview mit Univ. Doz. Dr. Steven Kaddu
Wir sprechen über die gesundheitsspezifischen MDGs, das KEF-Projekt "Tele- Dermatology and E-Learning" und über Perspektiven und Möglichkeiten in der Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit.
Dr. Steven Kaddu ist Univ.Doz. an der Medizinischen Universität Graz. Außerdem leitet er das KEF-Projekt "Tele- Dermatology and E-Learning".
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Interview mit Ao. Univ. Prof. Dr. Herwig Kollaritsch
Wir sprechen über die gesundheitsspezifischen MDGs, Infektionskrankheiten wie Malaria und HIV/Aids und über Perspektiven und Möglichkeiten in der Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit.
Dr. Herwig Kollaritsch ist wissenschaftliches Mitglied der Kommission für Entwicklungsfragen. Er leitet die Arbeitsgruppe Epidemiologie und Reisemedizin am Department für Spezifische Prophylaxe
und Tropenmedizin, Institut für Pathomedizin, an der medizinischen Universität Wien.
Außerdem leitet er zahlreiche Forschungsprojekte bzw. ist daran beteiligt.
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IDS-News: Großbritannien startet Kampagne zur HIV-Bekämpfung in Entwicklungsländern
Großbritanniens neue Strategie, um die Ausbreitung der Pandemie in Entwicklungsländern aufzuhalten und Behandlungsmethoden zur Verfügung zu stellen. Außerdem sollen betroffene Gemeinschaften nicht alleine gelassen werden, sondern Unterstützung erhalten.
Es sollen beträchtliche Geldbeträge fließen:
Im Zeitraum von sieben Jahren sollen sechs Milliarden Pfund zur Stärkung der Gesundheitssysteme locker gemacht werden und während der nächsten drei Jahre sollen 200 Millionen Pfund für Maßnahmen zur sozialen Absicherung ausgegeben werden.
Als ein großes Problem wird der Mangel an gut ausgestatteten Gesundheitseinrichtungen gesehen und besonderes Augenmerk wird auf Frauen und Mädchen gerichtet, um geschlechtsspezifische Nachteile zu reduzieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt außerdem auf Prävention.
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Zu den MDGs gibt es ein eigenes Webportal der KEF und ein Fact Sheet:
--> Zum Webportal der KEF
--> Zum Fact Sheet
Weitere Beiträge und Interviews folgen.
Anregungen und Fragen sind herzlich willkommen!
--> Contact
» 1 Kommentar
1"OMZvLVClpDWpfNJ" am Dienstag, 30. August 2011 12:36
My hat is off to your astute cmomnad over this topic-bravo!
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